unbedingt anschauen


Die Natur rund um das Haveldorf ...

Davon kann man bei uns jede Menge erleben!

Garz liegt in der Flusslandschaft "Untere Havelniederung" - dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich außerdem das UNESCO-Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" und der Naturschutzgebiet "Gülper See". Biber und Fischotter sind hier ebenso zu Hause wie eine bemerkenswerte Vielfalt an Fischen, Insekten und Pflanzen. Weit über 1.000 Arten, die z.T. bedroht sind, finden hier einen Lebensraum.

Besonderen Reiz hat die Umgebung des Haveldorfes Garz durch die Weite und Offenheit der Auenlandschaft. Mit ein wenig Geduld lassen sich hier viele seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken.


Garzer Kirche und Geschichte ...

Auf einer kleinen eiszeitlichen Erhebung  im Überflutungsgebiet

der Havelniederung entstand aus einer wendischen Niederlassung (angenommene Erstbesiedlung zw. 500 - 900 n. Chr.) nach und

nach das Haveldorf Garz in seiner typischen und heute noch nachvollziehbaren "halben Rundlingsform". 

Der Ortsname „Garz“ ist slawischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „befestigter Ort“ oder "kleine Burg". Insbesondere Hüfner, Ackersleute, Fischer, Schiffer und Kossaten zählten zu den Einwohnern des Haveldorfes.

 

Dorfmittelpunkt ist die im Jahr 1688 erbaute achteckige Fachwerkkirche mit Friedhof. Um die Kirche gruppiert sich im Halbkreis das stattliche Ensemble der Vierseitenhöfe des Garzer Oberdorfes. Zur anderen Seite grenzt die markante Friedhofsmauer an den alten Arm der Havel und die ausgedehnten Überschwemmungsgebiete der Havelniederung.


Die Vierseitenhöfe ...

1897 kam es im Oberdorf von Garz zu einem großen Brand.

In dessen Folge wurde dieser Teil des Dorfes, der aus Bauernhöfen mit Fachwerkgebäuden bestand, nahezu vollständig zerstört.

Der Wiederaufbau der Höfe erfolgte mit roten Backsteinen auf deutlich vergrößerter Fläche. Per Losverfahren wurde entschieden, welche Bauern ihre Höfe erster und welche in zweiter Reihe wieder errichten durften. Insgesamt sind so 11 große Höfe entstanden, die mit Kirche, Havel, Hafen und umgebender Havelniederung eine absolute Einmaligkeit einer Dorfstruktur darstellen.

Dabei wurden nicht nur die Wohnhausfassaden aufwendig, teils in Neorenaissance, teils in neoklassizistischem Stil ausgeführt, sondern auch Stallungen und Scheunen bauhandwerklich hervorragend gegliedert und reliefartig geschmückt.

Diese Dorfstruktur ist somit baukulturell, künstlerisch als auch bauhistorisch besonders wertvoll und steht insgesamt unter Denkmalschutz. Weite Teile der Ensembles sind liebevoll und denkmalgerecht restauriert.


Der Garzer Hafen ...

... liegt im Zentrum von Garz - gleich neben der Kirche. Er verbindet das Haveldorf mit dem weit verzweigten Havel-Wasserwegenetz.

Einst vor allem den Fischern und Schiffern des Ortes genutzt, wurde der Hafen in jüngster Zeit zum Sportboothafen mit kleiner Slipanlage sowie diversen Versorgungseinrichtungen für Strom, Wasser und Sanitär ausgebaut. Neben der Steganlage, befindet sich dort ebenfalls ein kleiner Wasserwanderrastplatz mit Zeltmöglichkeit und die Gaststätte "Garzer Hafenkante", die auch als Hafenmeisterei dient.

 

Nutzungsentgelt Hafen Garz


Die Garzer Schleuse und das Wehr ...

Beide Anlagen sind einen Spaziergang vom Garzer Ortskern entfernt. Erbaut wurden Wehr und Schleuse Anfang des letzten Jahrhunderts, um für eine Verbesserung der Vorflut- und Schifffahrtsverhältnisse in der unteren Havel zu sorgen. 

Das Garzer Wehr wurde zusammen mit den Wehren in Bahnitz und Grütz als sog. "Sommerstaustufe" zur Wasserstandsregulierung errichtet. Es besteht aus einem Nadelwehr mit 375 Nadeln als Wehrverschluss (49,10 m lang) und einer Schützenwehrbreite

(6,40 m lang). Zur Umfahrung der Wehranlage, wurde ein Durchstich mit Schleusenanlage gebaut. Die Schleuse ist 200 m lang und 18 m breit. Herrschte früher reger Schiffsverkehr auf der Havel, der einen Schleusenwärter vor Ort notwendig machte, wird die Schleuse heutzutage aus der Ferne bedient und fast ausschließlich von Sportbooten benutzt.

 


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